Hund-E-schwanz, Tante Mechthild

Über den Hund in der Literatur sollen ja schon ganze Doktorarbeiten verfasst worden sein – der Hund bei Fontanes „Effi Briest“, war da nicht was? Und doch hoffe ich, nicht zu sehr in Plagiatsnähe zu geraten, wenn auch ich mich mit dem Thema befasse. Der „Schwanzhund“, mit dem Tante Mechthild in Loriots „Ödipussy“ beim Scrabble zu punkten versucht, ist ein unerreichter Klassiker und läuft außer Konkurrenz. Aber auf eine andere schöne Stelle bin ich neulich gestoßen beim Lesen eines kleinen, feinen Buches (kurzer Literaturtipp nebenbei: Friedrich Christian Delius, Die linke Hand des Papstes. Ein Buch gleichermaßen für Liebhaber Roms, der Kunst und der Sprache):

„Frau mit Hund, eine banale und oft gesehene Szene, ein sprechendes Bild für den neuen Hundekult, über den ich ganze Vorträge halten könnte: Die Verhundung Roms und die Vertreibung der Katzen am Übergang vom zwanzigsten zum einundzwanzigsten Jahrhundert. Die Verzehnfachung der Hunde in den letzten fünfzehn Jahren. Die Hundemode als Indiz für den Verfall Italiens, so weit hätte ich den Übermut treiben können, wenn nicht die Rede vom Verfall ein Italien-Gemeinplatz wäre.“

Delius ist ein Autor, der mir mit seinem gesunden Misstrauen gegenüber Hunden aus der Seele spricht. Wobei ich zugeben muss, dass meine Erfahrungen mit Hunden durchaus ambivalent sind. Die kontroversesten haben mit meiner Tochter im Kleinkindalter zu tun: Auf der (aber sowas von) Minus-Seite steht unter anderem folgendes Erlebnis. Meine Tochter war gerade zwei Wochen alt, als ein gefühlte 1,80 Meter großer Hund zähnefletschend und bellend auf den Kinderwagen zustürmte. Im Bruchteil einer Sekunde wurde ich zum schweißgebadeten und zitternden Wrack, der Hundehalter knurrte seine Bestie zurück und konnte nur den Kopf schütteln über die hysterische Mutter. Die Positiv-Erlebnis-Liste führt eine Geschichte an: Meine Freundin und ich in sicherlich tiefschürfende Gespräche vertieft, meine 2-jährige Tochter beschäftigt sich selbst und still. Zu still … Wir finden sie, wie sie in das sonst vehement verteidigte Revier des Hundes einbricht, das Trockenfutter aus dem Napf nimmt und auf ihrer kleinen Hand verfüttert. Ich bin dem guten Tier heute noch kniend dankbar, dass er mein Kind nicht einmal angefressen hat …

Meine textlichen Hunde-Ausführungen möchte ich mit dem Hinweis beschließen, dass ich kurz darüber nachgedacht habe, die neue Hundehasser-Zeitschrift „Kot & Köter“ zu abonnieren, habe aber dann von der Idee – wie von den meisten Hunden auch – Abstand genommen.

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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Achtung: Büroarbeit lässt Ihre Waage ausschlagen!

Beim Vorbeigehen fiel ihr Blick auf die Waage im Badezimmer. Die Weihnachtsfesttage waren seit geraumer Zeit vorbei und die süßen oder herzhaften Sünden dürften sich eigentlich nicht mehr im Gewicht niederschlagen – also wagte sie den Schritt auf die Waage. Ihr wurde schwindelig: 5 Kilogramm mehr als gewöhnlich – WARUM? Erschöpft setzte sie sich auf den Rand der Badewanne und überlegte, ob sie lange und leise weinen sollte oder lieber kurz und laut. Mit Zeigefinger und Daumen prüfte sie jene Stellen, für die sie die englische Bezeichnung „love handles“ bevorzugte, der deutsche „Rettungsreifen“ klingt aber auch zu brutal. Zugegeben, die Finger konnten gut einsinken. Man durfte wohl auch getrost von einem Nasch- statt eines Waschbrettbauchs sprechen. Aber FÜNF KILOGRAMM? Mit einem verhaltenen Ächzen stellte sie die Bürotasche auf den Boden und fühlte sich mit einem Mal – erleichtert!

 

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Mögen Sie Tier?

Ich für meinen Teil kann diese Frage mit „JA“ beantworten: Ich mag Tier – wenn auch nicht jedes. Und ich mag es mal lebendig zum Anschauen oder (hoffentlich halbwegs schmerzfrei) getötet und schmackhaft zubereitet auf meinem Teller. Und dann gibt es Tiere, die sind mir in ihrer lebendigen Form eher suspekt (Keine Angst, der will nur spielen …), verzehren würde ich sie auch nicht, aber ich habe mich mit ihnen im übertragenen Sinn angefreundet: Der Hund gehört dazu, den ich nach anfänglicher Skepsis bei Yoga inzwischen mit einer gewissen Leidenschaft praktiziere.

Und ich mag Tiere anders als meine Kinder: Die protestieren wehklagend gegen mein bewusst etwas fleischloseres (und keinesfalls strikt vegetarisches) Kochen, haben aber empörtes Mitleid mit jenem inzwischen legendären Giraffenjungtier Marius, das geschlachtet und an die im Zoo benachbarten Löwen verfüttert wurde. Für mich passt das nicht zusammen und ich habe auch nicht die Online-Petition „Sagt dem Kopenhagener Zoo, dass er aufhören soll, gesunde Tiere zu töten!“ unterschrieben. Wahrscheinlich gehören nicht wenige der Petitions-Unterstützer zu denen, die im Zoo die süßen Tiere anschauen und ihren Kindern dann am Kiosk das leckere Separatorenfleischwürstchen kaufen. Zugegebenermaßen ist hier der Zusammenhang mit einem einst lebendigen Schweinchen, das von einem Leben im Zoo nur träumen konnte, nur noch schwer zu erkennen, aber es gibt ihn!

In Erfurt haben wir neulich bei einer Tiere-werden-an-Tiere-verfüttert-Aktion fasziniert zugesehen: Erdmännchen fraßen Heuschrecken. Und siehe da, die ach so putzigen Pelztiere verzehren die Hüpfer nicht schnell und schmerzlos, um satt zu werden, sondern genießen offensichtlich ein erst nach geraumer Zeit tödliches Katz-und-Maus-Spiel! Die Erdmännchen haben also auch kein Problem damit, Freude an der Tierbeobachtung und schmackhaftes Sattwerden in Einklang zu bringen.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Noch mehr Grund zum Jubeln: Der Sommerkatalog ist da!

Ihr lieben Leute, es überschlagen sich die Ereignisse: Kaum haben wir den Kundinnentag lustig, lebhaft und nicht zu vergessen lecker hinter uns gebracht, da kommt schon der Qiéro!-Sommerkatalog.

Reden wir nicht lange drum herum: Ich habe einige klare Favoriten! Die Kombi-Stars aus der Serie Jaz haben es mir angetan: Superstretch kombiniert mit kerniger Jeansoptik. Ich weiß nur noch nicht, ob ich Bermudas oder Rock oder Jacke und limette oder dunkelsmaragd bestellen soll … Da muss ich noch einmal in mich gehen …

Gesichert dagegen ist Kleid Virginia und zwar in der nicht zu übertreffenden Farb-Kombi tangorot/mandarine! Diese Streifen in unterschiedlicher Stärke, in wechselnden Richtungen, und unterstützt durch das feine Lochmuster … Das muss es sein. Punkt.

Sonst noch etwas? Ich blätter noch einmal in aller Ruhe den Katalog durch – bestell dann aber schnell, denn wie ich so höre, wird manches schon knapp am Lager …

 

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Qiéro!-Jubiläums-Kundinnentag

2014 ist unser erster runder Geburtstag: Na und den haben wir am Wochenende gebührend gefeiert! 170 Kundinnen waren am Samstag und Sonntag zu Besuch: Alle zusammen haben wir verwöhnt und uns verwöhnen lassen, denn dafür sind Kundinnentage ja da! Die Modenschau zum Vorführen der Frühjahrs-Kollektion sind selbstverständlich Qiéro!-Mädels selbst gelaufen: Denn für unsere Mode muss man nicht das ganze Jahr hungern, um gut auszusehen (manche dürfen auch gar nicht abnehmen, damit sie in der Qualitätssicherung weiter das perfekte Größenmodel sind, gell Sonja?). Moderieren durfte ich – und hab es genossen!

vor dem Schminken ...

vor dem Schminken …

... jetzt vorzeigbar

… jetzt vorzeigbar

 

 

 

 

 

Am Nachmittag dann das große Umstylen: Nach Konfektionsgrößen sortiert hing die Mode bereit und die Kundinnen stürzten sich mit Begeisterung in das Kleider-wechsel-dich-Spiel! Was für eine tolle Gelegenheit, einfach mal etwas ganz anderes auszuprobieren! Eine Farbe, die frau sonst nie bestellt hätte. Ein Muster, das vielleicht nie von allein gewagt worden wäre. Und Kombinationen, die das Beste in uns zum Vorschein bringen. Gut dass Eva Ruppert beratend zur Seite stand: Die Farb- und Stilberaterin erkennt auf den ersten Blick, wo die individuelle Modereise hingehen sollte! Und jetzt noch schön Gesicht und Haare professionell auf Vorderfrau gebracht: Und das Wow-Ergebnis ist fertig!

Darf ich noch kurz vom Samstagabend schwärmen? Das Saxophon-Quartett „sistergold“ spielte auf: Die 4 Frauen lieferten eine perfekt choreografierte Show, dass es eine Lust war! Und nachdem die Stimmung jetzt so schön angeheizt war und wir uns am Schlemmerbüffet gestärkt hatten, wurde noch ein paar Stunden gequatscht, gelacht, getanzt, getanzt, getanzt …

 

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Oda Gräbner von Qiéro!

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von Katarina festgehalten:
Elli und ich im Partnerinnenlook!

 

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Ausflugstipp: Geraer Höhler in Thüringen

Ich höre schon den Kalauer: „Bei ihrem Tipp hat sie sich vertippt!“ Aber mitnichten, die Geraer Höhler heißen wirklich so! Und zwar haben die Bürger von Gera dieses Wort nach allen Regeln der Sprachkunst gebildet: Sie buddelten zwecks Bierlagerung jahrhundertelang unter ihren Kellern kühle Hohlräume, die – halb Höhle, halb Keller – gar nicht anders heißen konnten als eben „Höhler“!

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Einen Teil dieser Höhler, die sich alle zusammen genommen über eine Länge von erstaunlichen 10 km erstrecken, hat die Stadt Gera verbunden und zur Besichtigung freigegeben: Und die lohnt sich! Die Führung übernimmt ein Geraer Original, das mit stolzgeschwellter Brust auf der Einmaligkeit der Höhler besteht und uns mit manch launig vorgetragener Anekdote zum Lachen bringt. Und zum Staunen: Denn die besonderen Gesteinsschichten machten das Graben zwar mühsam, dafür hielten die Höhler aber auch allem stand! Ganz gleich, ob oben Häuser aufgestockt wurden oder eingefallen sind, ob Feuerstürme die Stadt verwüsteten oder Bomben fielen, die Höhler blieben unversehrt. Und so gab es auch – trotz teils mehrstöckiger „Unterhöhlerung“ – tatsächlich nie ein Einsturzunglück!

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Doch vor einem sei gewarnt: Wer der Faszination der Höhler erliegt und hier noch ein Foto macht und diese Gesteinsschicht noch einmal genauer betrachtet und auch hier noch einmal um die Ecke lugt … der kann sich auch in den Irr- und Wirrgängen verlaufen. Zugegeben, unsere Führerin sagt, das sei bisher ja noch nie passiert. Also war ich wohl die Erste!

 

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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