Einträge zum Thema Mode

Joseph-Marie Jacquard hat mustergültig die Mode verändert

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Strickjacke Marlena

Not macht bekanntlich erfinderisch. Die Not des 1752 in Lyon geborenen Joseph-Marie Jacquard bestand darin, schon als Kind seiner Mutter bei der Arbeit helfen zu müssen: Musterfäden ziehen. Von Hand. Wie mühsam. Natürlich sahen die am Webstuhl entstandenen Stoffe mit den schönen Mustern toll aus und sie bildeten schließlich die Lebensgrundlage der Jacquards. Aber Joseph-Marie hasste diese Arbeit! Und wahrscheinlich war es genau dieser Hass, der Jacquard nach einigen Umwegen und Fehlschlägen einen Musterwebstuhl konstruieren ließ, der Handarbeit überflüssig machte. Im Grunde war es eine frühe Form der Digitaltechnik, mit der er die Textilindustrie revolutionierte: Dank Lochkartensteuerung ist jeder Faden, den die Webmaschine verarbeitet, einzeln programmierbar. Und so entsteht das Muster: Die Lochkarte gibt die Anweisung, an welcher Stelle der Webstuhl den Faden anheben muss, damit der dann auf der Sichtseite zum Muster beiträgt. Einmal programmiert, produziert der Webstuhl im Alleingang endlos auch komplizierteste Farbgebilde. Später wurde das Prinzip auf Strickmaschinen übertragen … und funktioniert noch heute! Zugegeben, Computer haben die Lochkarten abgelöst, aber das zugrunde liegende Verfahren ist gleich geblieben. Und sind es nicht grandiose Farbspiele, die wir Jacquard verdanken? Nehmen wir zum Beispiel den Qiéro!-Pulli Teresa: Die Farben Curry, Kastanie, Kiwi, Darkpetrol, Flaschengrün finden sich in immer neuen Varianten zu den tollsten Mustern. Mal floral, mal grafisch, immer schön! Die identische Musterfolge zeigt unser Schal Teresa mit dem Vorteil, dass der gleich zwei klasse Seiten hat: Denn jeder Faden, der auf der einen Seite gerade nicht für das Muster gebraucht wird, trägt zum Negativ-Muster auf der anderen Seite bei. Positiv für uns! So erhöht sich die Vielseitigkeit so manchen Kleidungsstücks. Poncho-Tuch Valerie zeigt sich auf seinen beiden Schauseiten unterschiedlich groß gemustert, auch das hat Jacquard möglich gemacht! Jacquard-Mode ist und bleibt ein Hingucker und ist dank der verschiedenen verarbeiteten Fadenfarben super kombinierbar. Was jetzt nicht heißt, dass ein auf zwei Farben reduziertes Jacquard-Muster nicht auch klasse sein kann, siehe Strickjacke Smilla in blumigem Schwarz-Weiß.

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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Normal statt Norm

In der Zeitung lese ich heute, dass immer mehr Modemacher erkennen, dass sich auch Frauen jenseits der Modellmaße gerne gut kleiden: Guten Morgen, auch schon gemerkt? Auf die Gefahr hin, hier eine Eigenlobduftbombe platzen zu lassen: Bei Qiéro! werden Frauen schon lange fündig, ganz gleich, ob sie XS oder XXL, Größe 34 oder 52 tragen! Und im Gegensatz zu manch anderen behandeln wir alle Konfektionsnummern gleich, der Preis ist identisch. Das bewährte Motto lautet „Normal statt Norm“, jede lebe nach ihrer Façon und in ihrer Lieblings-Fashion, ganz unabhängig von irgendwelchen idealisierten oder standardisierten Konfektionsmaßen. Und weil nicht alle Tage gleich und der Mensch auch mal wechselnd in Form ist, haben sich die anpassungsfähigen Schnitte und Stoffe besonders bewährt: Kleider und Shirts mit Wickel sind perfekt! Dabei spielt es keine große Rolle, ober der Wickel beim Anziehen neu gebunden wird oder ob er praktisch fixiert ist, Kleid und Shirt passen sich den Gegebenheiten perfekt an, unterstreichen die körperlichen Vorzüge und kaschieren, was verborgen werden will. Auch Raffungen im Brust- oder Taillenbereich funktionieren auf diese Weise! Am wichtigsten bleibt doch die Erkenntnis: Wohlfühlen hängt nun wirklich nicht von den Maßen ab!

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Jacken sind Seelenwärmer oder: Warum ich trotzdem auch jetzt über Mode schreibe

Vergangene Woche gab es wahrlich genug Beweggründe, den Kopf einzuziehen, sich unter eine Decke zu verkriechen und ein Taschentuch für Trauertränen zu suchen. Mit der Nachricht vom Tod eines einzelnen Großen fing es an, das Auffinden von acht ganz kleinen Toten schockte noch mehr und schließlich das Gemetzel in Paris … Fast wagt man sich nicht in den Alltag. Und doch: Die Kinder müssen früh auf den Schulweg gebracht werden, das Essen gekocht, die Wäsche gewaschen, die Termine bei Arzt, Rathaus und sogar beim Friseur eingehalten werden. Der Bäcker backt weiter Brötchen, der Fleischer macht Wurst ‑ und die Texterin schreibt. Und weil mein Thema nun einmal vor allem die Mode ist, schreibe ich auch heute darüber. Ein Realitätsbezug bleibt: Denn gerade wenn wir psychisch oder physisch angegriffen sind, finden wir in Jacken aller Art Schutz, der weit über körperliche Wärme hinausgeht. Jacken sind Seelentröster! Gewebt und in Blazer-Form geben sie uns Halt, wenn’s offizieller hergeht: Unterschätzen Sie nie die Außenwirkung Ihrer Kleidung! Wie die Uniform dem Soldaten oder Polizisten verleiht Ihnen Ihr Business-Outfit mit Blazer eine Ausstrahlung, die Ihren Argumenten entscheidendes Gewicht gibt. Der wunderschöne Unterschied zur Uniform allerdings ist: Unsere Mode ist alles andere als uniform! Für weniger offizielle Anlässe sind die Seelen wärmenden Jacken gestrickt, je nach Jahreszeit ist das Garn dicker oder dünner, seidig glatt oder üppig flauschig. Für mich persönlich habe ich festgestellt: Je größer der Seelennotstand, desto länger die Jacke, und desto weiter. In manchen ist sogar Platz für die Aufnahme eines kuschelbedürftigen Kindes. Und weil wir uns mal so, mal so fühlen, weil es mal warm und mal kalt ist, weil uns mal nach Blau, mal nach Rot und mal nach einer ganz anderen Farbe der Sinn steht, ist jetzt endlich auch klar, warum ich so viele Jacken brauche! Sie tun mir gut, jede einzelne.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Wollen wir Winter? Wolle wollen wir auf alle Fälle!

Nein, ich werde mir jetzt den Satz vom Dahinrasen der Zeit verkneifen. In 2 Monaten ist Weihnachten? Das ignoriere ich hiermit. Erfreut zur Kenntnis nehme ich hingegen: Der Qiéro!-Winter-Katalog ist da! Und mit ihm eine große Auswahl Kuscheliges & Flauschiges zum Einmummeln & Wohlfühlen, sei es nun in Form von Pullis, Jacken & Co. oder in Form von Kissen & Schmusedecken.

Zwei Katalogseiten drehen sich nur um das Thema Wolle: „WOLLE(N) WIR: DIE PERFEKTE MISCHUNG“ erklärt, warum wir bei aller Liebe zu Natur auf die Beigabe moderner Kunstfasern nicht verzichten WOLLEN. Denn als Formgeber, Flauschfaktor und Pflegeleicht-Profi macht der kluge Garn-Mix aus Strickmode dauerhafte Lieblingsteile! Also: Lassen Sie sich von Poly-weiß-nicht-was nicht abschrecken, denn die Kunstfasern von heute sind mit ihren 70er-Jahre-Vorgängern nicht zu vergleichen. Die Herstellung ist um einiges umweltfreundlicher und die Trageeigenschaften vor allem im Mix sind klasse!

Die zweite Katalogseite, auf die ich aufmerksam machen möchte, preist mit „WIR WOLLE(N) VIELFALT“ die nicht enden WOLLENDEN Garn- und Verarbeitungsvarianten. Denn mit der Frage nach dem Ursprung von Schaf, Ziege, Baumwoll-Strauch oder eben dem Mix mit Kunstfasern ist es noch nicht getan. Auch die zahlreichen Farben in Uni, Melange oder Multicolor bringen Vielfalt. Unendlich werden die Varianten schließlich, wenn auch das WIE der Verarbeitung einbezogen wird: mit dicker Nadel oder dünner, rechts oder links oder überkreuz oder mit Ajour gestrickt, Ringel, Rauten oder Jacquard …

Ich habe es mir überlegt: Die obige Frage, ob wir Winter wollen, beantworte ich für meinen Teil hiermit mit Ja! Denn Kuschel-Wohlfühl-Wärme gibt’s eben nur, wenn’s draußen knackig kalt ist und ich mich in eins meiner nicht mehr gezählten Lieblingsteile einmummel.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Strumpflandschaft

Kein Laut ist zu hören. Vor mir liegt eine weite und zart hügelige Ebene. Ab und an ragt etwas hervor wie ein vor langer Zeit abgestorbener Baum. Düster sind die Farben, vereinzelt gebleicht von der Kraft der Sonne. Viel Schwarz, etwas Grau, hier und da das Braun vermodernden Holzes. Nur selten mischt sich Grün darunter. Ich nehme einen tiefen Atemzug und sauge ihn ein, den Geruch … frischer Wäsche, der verdrängt hat, was Socken nach intensiver und leider manchmal auch extensiver Nutzung zu bieten haben. Warum sitze immer ich vor diesen unendlich vielen Socken und versuche, Paar für Paar einander zuzuführen? Nun, weil ich sie schon immer sortiert habe und deshalb wohl tatsächlich am besten weiß, welches Pärchen zusammenpasst und in welche Schublade es zu wandern hat. Aber mühselig ist das. Eine der Sisyphusarbeiten im häuslichen Geschäft: Denn wenn alle Socken nach Größen, Kennzeichen und individuellen Eigenarten sortiert sind, wenn jeder Strumpf seinen Partner hat und zum Knäuel gestülpt an seinem Platz auf den morgendlichen Griff in die Schublade wartet, wenn also alle Arbeit getan ist, sehe ich vor dem geistigen Auge den Fels wieder den Berg hinab und die nächste Socken-Lawine auf mich zurollen.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Hilfe, habe ich zu viele Schuhe?

Seit gestern bin ich mir sicher: Die Antwort auf obige Frage lautete NEIN! Ich habe definitiv nicht zu viele Schuhe ­­— selbst wenn manche Familienmitglieder das bisweilen behaupten. Im Fernsehen lief ein Bericht über Sneaker-Sammler. 300 Paar sind da keine Seltenheit. Die stehen im Regal, dürfen zum Teil überhaupt nicht getragen werden, weil der verhältnismäßig antike Kunststoff schon lange brüchig ist. Ganz davon abgesehen, dass die Schuhgrößen auch gar nicht immer zu den Sammlern und Sammlerinnen passen. Hauptsache, man (oder frau) ergattert ein limitiertes Weiß-nicht-was-Exemplar, ganz gleich in welcher Größe.

Wenn ich vor diesem Hintergrund meine eigene Sammlung betrachte, nimmt sie sich doch schön bescheiden aus. … und ausbaufähig! Längst nicht zu jeder meiner favorisierten Farbwelten habe ich den passenden Schuh, schon gar nicht, wenn man unterschiedliche Jahreszeiten berücksichtigt. Also werfe ich ein prüfenden Blick auf die aktuellen Qiéro!-Schuhe. Schuh Valeria find ich klasse: Herrenschuhe erobern die Damenwelt! Aber in Braun habe ich bereits einen ähnlichen. Nicht so schön wie dieser, aber ich habe ihn schon und damit gut. … Schwarz allerdings wäre eine zu überlegende Option … Auch die Immer-fitte-Füße-Pumps Patrizia haben es mir angetan. Und die schwarzen Pumps in meinem Schuhregal sind von — ach herrje, keine Ahnung, auf alle Fälle schon reichlich getragen und von den Spuren der Zeit angenagt. Zeit für ein Nachfolge-Modell! Bei längerer Betrachtung verliebe ich mich auch immer mehr in Stiefel Lucida. Klassisch schwarz oder lässig taupe? Elastischer Einsatz an der Wade klingt auf alle Fälle superbequem. Allein: Alle Stiefelhalter-Plätze im Keller sind besetzt. Vielleicht sollte ich doch auch ein weiteres Schuhregal besorgen? Nein, nicht „vielleicht“, sonder „ganz sicher“!

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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