Das ist MEIN Pulli: für diese Saison, die nächste und …

P1070893… die übernächste … und – wie ich mich kenne – ist Pulli Sanne auch noch einige weitere Saisons bei mir im Einsatz. In dieses grobgestrickte Stahlblau habe ich mich ja schon verliebt, als unsere Kollektionsdesignerinnen mir den Pulli zum Texten vorgestellt haben: Also schon Anfang August letzten Jahres! Und jetzt kam er also endlich im ersten Paket des Qiéro!-Frühjahrs an – und siehe da – er war noch genau so klasse, wie ich ihn in Erinnerung hatte: Er ist ein bisschen länger, das finde ich ganz angenehm. Die lockere Querrippe lässt das Stahlblau hell und dunkel wechseln – so ist der Pulli einfarbig, aber nicht eintönig. Und dieser Pulli eignet sich super zu erklären, was mit „hochwertig in Form gestrickt“ gemeint ist: Schaut man sich nämlich die Ärmelansätze an, dann ist hier das Rippenmuster ganz deutlich abgegrenzt von dem stufigen „Verjüngen“ des Ärmels. Das braucht der Pulli, damit er perfekt an den Schultern sitzt und unter den Achseln nicht zu viel mitbringt – damit eben die Ärmelform stimmt. Man könnte das auch durch Schneiden erreichen – wäre günstiger in der Herstellung –, aber schöner sieht definitiv die aufwendigere Methode aus! Mit anderen Worten: Wenn in den Modetexten „hochwertig in Form gestrickt“ steht, dann ist das ein echtes Qualitätskriterium!

Schau ich bei mir aus dem Fenster und sehe die Schneeflöckchen treiben, dann fällt mir noch ein riesengroßer Vorteil meines Pullis auf: Im Gegensatz zu den luftigen Kleidchen kann ich ihn schon jetzt tragen!

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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Ausflugstipp für Kunstbegeisterte: Stadtschloss Weimar

Ein Tagesausflug nach Weimar bedeutet vor allem eins: Er wird weitere nach sich ziehen! Denn wer nur halbwegs interessiert an Kunst und/oder Geschichte ist, kann Weimar an einem Tag nicht guten Gewissens abhaken. ABER mit dem Besuch des Stadtschlosses hat man zumindest die Malerei aus den drei Blütezeiten Weimars kompakt beisammen: die Zeit rund um Cranach, die Zeit rund um Goethe und die Zeit rund um Bauhaus. Und welche Schätze hier ausgestellt sind! Bekannte Namen und neu zu entdeckende wechseln, und das Beste (zumindest aus der Sicht der Kunstgenießenden): Man ist fast allein zwischen Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Claude Monet und Hans Olde, die endlos langen Gänge und Zimmerfluchten dürfen ohne jedes Drängeln in aller Ruhe erkundet werden. Das ist erstaunlich, denn nur wenige Meter weiter schieben sich die Touristenmassen durch die berühmte Anna-Amalia-Bibliothek und mussten ihre Eintrittskarten vorab im Internet kaufen.

Das Schloss selbst ist schon beeindruckend genug: Der durch den Brand von 1774 erzwungene Neubau kann sich – trotz wie immer klammer Staatsfinanzen – sehen lassen! Ein Höhepunkt ist das stattliche Treppenhaus: Hier stellte sich Herzogin Anna Amalia höchst selbst und (wie im Audioguide betont wird) allein dem Eroberer Napoleon entgegen!

Wie schon erwähnt, brachten die fast drei Stunden schlendernden Erkundens manche Neuheit für mich. Trotz ihrer erstaunlichen Karriere gänzlich unbekannt war mir Anna Dorothea Therbusch, die von 1721 bis 1782 lebte und mit einem Selbstportrait in Weimar vertreten ist. Die Porträtmalerin wurde von ihrem Vater ausgebildet, denn zur Kunstakademie durfte sie als Frau damals ja nicht. In Paris lehnte die Académie Royale ihre Arbeit zunächst mit der Begründung ab, sie sei so gut, dass sie unmöglich von einer Frau stammen könne! Mitglied wurde sie später trotzdem, ebenso wie in der Stuttgarter Académie des Arts und – als erste Frau überhaupt – in der Akademie der bildenden Künste Wien. Friedrich der Große und Zarin Katharina II. von Russland ließen sich von ihr malen … und eines ihrer etwa 200 Gemälde ist heute im Weimarer Stadtschloss zu bewundern.

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!P1070852

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Extrem lässig: Die älteste Hose der Welt sieht aus wie unsere Jerseyhose Nova!

Tiefer Schritt und wJerseyhose 001eit genug, um ein Pferd zwischen die Beine klemmen zu können: Die Chinesen wussten schon vor 3.200 Jahren, wie man eine klasse Hose schneidert! Im Rahmen des Projektes „Seidenstraßenmode“ präsentierte ein deutsch-chinesisches Team des Deutschen Archäologischen Instituts letztes Jahr die wahrscheinlich älteste noch erhaltene Hose der Welt: Zwei Beinstücke und ein breiter, gestufter Zwickelteil gaben den Reiterkriegern in den Steppen Eurasiens einerseits Schutz und andererseits Bewegungsfreiheit. Graduelle Unterschiede bestehen freilich zu unserer verblüffend ähnlichen Jerseyhose Nova: Die Ur-Hose wurde aus Wolle gewebt (wahrscheinlich waren damalige Beine auch nicht so kratzsensibel wie heute …), unsere aus einem streichelweichen Viskose-Elastan-Garn gewirkt. Auf dem guten alten Stück sind tatsächlich dezente Musterungen zu erkennen: Ton in Ton gehalten, Braun in verschiedenen Abstufungen. Na, cooler Schwarz-Weiß-Look wäre ja auch ein bisschen zu viel verlangt, aber ansonsten ist die Mode in den 3.200 Jahren doch erstaunlich stabil geblieben, oder?

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

 

PS: Wer sich die chinesische Ur-Hose ansehen möchte, findet sie z.B. über www.damals.de!

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Untrügliche Frühlingsvorboten: Der neue Qiéro!-Katalog und die ersten Blümchen sind da!

P1070868Und wie es der Zufall will, haben die Katalogtitelseite und meine Schneeglöckchen unverkennbare gemeinsame Farbwelten: Weiß und ein sanfter, frischer Petrol-Grünton! Denn als ob der Katalog speziell für mich gemacht wäre, prangt obenauf mein persönliches Must-have der Saison (oder besser geschrieben – hatte ich mir doch irgendwann einmal vorgenommen, das Denglische zu reduzieren – mein persönliches Will-haben oder Brauch-ich der Saison): Jacke Carla hat nämlich noch gefehlt in meiner sonst schon gut bestückten Petrol-Modewelt! Soft gewaschener Leinen-Baumwoll-Mix in Aqua einerseits – kurze, knackige und detailverliebte Jeansjacken-Variante andererseits! Was mach ich also jetzt? Ich setze mich mit einer großen Tasse (auch die ist ein seit Jahren treues & lebensgenussförderndes Qiéro!-Produkt!) heißen Tees – denn draußen ist es ja doch noch etwas frostig – auf mein Sofa, wälze wonnevoll den neuen Katalog und habe dabei die zarten Frühlingsboten in meinem Garten im Auge.

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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Die besten Geschichten schreibt das Leben – und T.C. Boyle!

Wirklich die besten? Vielleicht auch die groteskesten oder surrealsten. Unter der vielsagenden Überschrift „Haschisch aus dem Frankenwald“ las ich neulich in unserem Tagesblättchen eine erstaunliche Geschichte: Da hatte sich im entlegensten Winkel im tiefsten Frankenwald ein Trio in einem verlassenen Bauernhof niedergelassen, um in großem Stil Cannabis zu züchten. Es ging dabei schief, was nur schief gehen konnte, und die drei sind nicht nur aufgeflogen, sondern hatten auch nicht wirklich finanziellen Vorteil aus dem Ganzen ziehen können. Denn die laufenden Ausgaben für Alltagskonsumgüter wie z. B. Alkohol und Kokain überstiegen die Einnahmen durch die Ernteerträge regelmäßig. Gelesen, gelacht und gestutzt: Die Geschichte kenn ich doch!

„Wir werden zweitausend Stauden anpflanzen. Rechnen wir ein halbes Pfund pro Staude. Eintausend Pfund zu tausendsechshundert Dollar das Pfund. Ich stelle Kapital und Grundstück zur Verfügung, Boyd kommt alle paar Tage vorbei, um nach dem Rechten zu sehen, und du sorgst für die Arbeitskraft. Geteilt wird durch drei.“ So ließ schon vor 30 Jahren der begnadete Erfinder verrückter Welten T.C. Boyle die Hauptfiguren seines Romans „Grün ist die Hoffnung“ kalkulieren – und dann ging (siehe oben) schief, was nur schief gehen konnte, und die drei sind nicht nur aufgeflogen, sondern … wir wissen, wie es weiterging. Wer gerne groteske Geschichten liest, die sich auch jenseits dessen bewähren, was gemeinhin mit „gutem Geschmack“ bezeichnet wird, dem seien die Romane von T.C. Boyle empfohlen! Atemberaubend ist der historische Roman „Wassermusik“ über die Suche des schottischen Afrikaforschers Mungo Park nach den Quellen des Niger. Umwerfend komisch ist „Willkommen in Wellville“: Bei der Entwicklung der inzwischen reichlich etablierten Cornflakes durch John Harvey Kellogg geht (wir ahnen es) schief, was nur schief gehen kann. Weniger lustig, dafür aber nachhaltig ergreifend ist der Roman „América“ über mexikanische Einwanderer in den USA: Wer den gelesen hat, wird es schwer haben, zu tradierten Vorurteilen gegenüber mit der schauerlichen Bezeichnung „Wirtschaftsflüchtlinge“ Gebrandmarkten zurückzufinden.

Ich könnte ja jetzt noch über den Roman „Dr. Sex“ schreiben, aber das würde den Rahmen dieser Kolumne in vielerlei Hinsicht sprengen …

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

 

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Farbtyp-Jahreskreislauf

Frühling, Sommer, Herbst oder Winter? Ich bin noch zu keinem endgültigen Ergebnis gekommen, zu welchem Farbtyp ich mich zählen darf. Sommer wohl am wenigsten und die anderen drei Jahreszeiten gemischt oder von allen das Beste? Klar weiß ich, dass ich bei manchen Farbstellungen aufpassen muss: Manche Gelbtöne (vor allem in der Nähe des Gesichts) lassen mich aussehen, als hätte ich mich nur halb von einer Magen-Darm-Grippe erholt. Und trotzdem muss es manchmal einfach auch ein gelbes Shirt sein: Letztes Frühjahr konnte ich die Finger nicht vom Qiéro!-Shirt Linda lassen, denn unregelmäßig stückgefärbt, blumiges Ausbrenner-Muster und Ton-in-Ton-Patchwork-Look waren unüberhörbare Kauf-mich-Argumente. Und bereut hab‘ ich es nicht! Denn 1. kann ich es mit kräftig gefärbten Schals kombinieren und so ein bisschen Abstand zwischen Gesicht und Shirt bringen und 2. habe ich festgestellt, dass mir Kleidungsstücke umso besser stehen, je mehr sie mir gefallen – und das ganz unabhängig von Farb und Typ und Sonstigem! Und so hole ich mir zwar immer wieder Anregungen in der Qiéro!-Farbtyp-Beratungsrubrik auf der Homepage, kaufe aber nach dem Lust- und Wohlfühlprinzip – und zwar quer durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter!

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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