Der zufriedene Mensch, wenn auch arm, ist glücklich!

P1100422Indisches Essen gleicht einer Offenbarung! Doch leider ist es für mein ländlich geprägtes Umfeld entschieden zu exotisch. Will ich es genießen, dann muss ich entweder selbst kochen (was den Offenbarungscharakter erheblich mindert) oder 60 km weit in eine etwas weltoffenere Stadt fahren. Lokale Spezialitäten, Italiener, Griechen und asiatischer Schnellimbiss, alles vor Ort und kein Problem, aber Inder!?! Bin ich also in einer größeren Stadt zu Besuch, ist der Gang zum Inder Pflicht. Schon beim Betreten des Restaurants keimt Glücksgefühl auf: Der Duft von großzügig verwendetem Curcuma, Cumin, Ingwer und Curry aller Art umfängt uns und verdichtet sich zu einem luftigen Vorhang, hinter dem der Alltag verschwindet. Süß, scharf, sauer, salzig … in jedem Gericht werden die Komponenten neu ausgewogen. … Das mag jetzt alles reichlich kitschig klingen, ist aber lediglich eine Frage des Geschmacks. Das Studieren der Speisekarte bringt nicht nur die Option für ein abschließendes Dessert auf den Tisch, sondern auch diverse kluge Sprüche zum Vorschein. „Der zufriedene Mensch, wenn auch arm, ist glücklich!“ Den Bauch gefüllt mit Köstlichkeiten kann man freilich zustimmend nicken, denn zufrieden bin ich gerade auf alle Fälle. Was aber, wenn ich ein bisschen wegdenke vom aktuellen Wohlbefinden und auch das Wörtchen „arm“ nicht auf den Geldbeutel beziehe? … Dann stelle ich fest, dass ich meiner in kulinarischer Sicht vielleicht nicht wirklich armen, aber zumindest ausbaufähigen Region gerne ab und zu entfliehe, um meine Zufriedenheit zu steigern.

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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Dankbarer Sonnengruß im November

Der Übergang in Richtung Winter kommt mich hart an. Da ist die zweimal im Jahr heftig diskutierte und dennoch gnadenlos durchgezogene Zeitumstellung: Morgens wache ich jetzt regelmäßig um 5 Uhr auf, abends schlafe ich noch eine Stunde früher als sonst vor dem Fernseher ein. Und dunkel ist es schon am Nachmittag, ein Graus! Wie glücklich bin ich deshalb in diesem Herbst: Während sich sonst zu dieser Zeit wochenlang kaum die Sonne hinter dem Nebel hervorwagt, sehen wir jetzt jeden Tag – danke, danke, danke – knallblauen Himmel, vereinzelt mit zuckerwatte-weißen Wolken versüßt, und Sonne! Auf meinem schon wieder winterbleichen Gesicht sammle ich kleine Sommersprossen-Wunschpunkte, die Wäsche trocknet wind-erfrischt draußen, die Solarzellen erhitzen mein Duschwasser wohltuend, das verfärbte Laub malt den goldenen November in den schönsten Farben. Also: Rein in die Übergangs-Klamotten, raus an die frische Luft, genießen wir, was dieser Herbst uns bietet!

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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Wollen wir Winter? Wolle wollen wir auf alle Fälle!

Nein, ich werde mir jetzt den Satz vom Dahinrasen der Zeit verkneifen. In 2 Monaten ist Weihnachten? Das ignoriere ich hiermit. Erfreut zur Kenntnis nehme ich hingegen: Der Qiéro!-Winter-Katalog ist da! Und mit ihm eine große Auswahl Kuscheliges & Flauschiges zum Einmummeln & Wohlfühlen, sei es nun in Form von Pullis, Jacken & Co. oder in Form von Kissen & Schmusedecken.

Zwei Katalogseiten drehen sich nur um das Thema Wolle: „WOLLE(N) WIR: DIE PERFEKTE MISCHUNG“ erklärt, warum wir bei aller Liebe zu Natur auf die Beigabe moderner Kunstfasern nicht verzichten WOLLEN. Denn als Formgeber, Flauschfaktor und Pflegeleicht-Profi macht der kluge Garn-Mix aus Strickmode dauerhafte Lieblingsteile! Also: Lassen Sie sich von Poly-weiß-nicht-was nicht abschrecken, denn die Kunstfasern von heute sind mit ihren 70er-Jahre-Vorgängern nicht zu vergleichen. Die Herstellung ist um einiges umweltfreundlicher und die Trageeigenschaften vor allem im Mix sind klasse!

Die zweite Katalogseite, auf die ich aufmerksam machen möchte, preist mit „WIR WOLLE(N) VIELFALT“ die nicht enden WOLLENDEN Garn- und Verarbeitungsvarianten. Denn mit der Frage nach dem Ursprung von Schaf, Ziege, Baumwoll-Strauch oder eben dem Mix mit Kunstfasern ist es noch nicht getan. Auch die zahlreichen Farben in Uni, Melange oder Multicolor bringen Vielfalt. Unendlich werden die Varianten schließlich, wenn auch das WIE der Verarbeitung einbezogen wird: mit dicker Nadel oder dünner, rechts oder links oder überkreuz oder mit Ajour gestrickt, Ringel, Rauten oder Jacquard …

Ich habe es mir überlegt: Die obige Frage, ob wir Winter wollen, beantworte ich für meinen Teil hiermit mit Ja! Denn Kuschel-Wohlfühl-Wärme gibt’s eben nur, wenn’s draußen knackig kalt ist und ich mich in eins meiner nicht mehr gezählten Lieblingsteile einmummel.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Strumpflandschaft

Kein Laut ist zu hören. Vor mir liegt eine weite und zart hügelige Ebene. Ab und an ragt etwas hervor wie ein vor langer Zeit abgestorbener Baum. Düster sind die Farben, vereinzelt gebleicht von der Kraft der Sonne. Viel Schwarz, etwas Grau, hier und da das Braun vermodernden Holzes. Nur selten mischt sich Grün darunter. Ich nehme einen tiefen Atemzug und sauge ihn ein, den Geruch … frischer Wäsche, der verdrängt hat, was Socken nach intensiver und leider manchmal auch extensiver Nutzung zu bieten haben. Warum sitze immer ich vor diesen unendlich vielen Socken und versuche, Paar für Paar einander zuzuführen? Nun, weil ich sie schon immer sortiert habe und deshalb wohl tatsächlich am besten weiß, welches Pärchen zusammenpasst und in welche Schublade es zu wandern hat. Aber mühselig ist das. Eine der Sisyphusarbeiten im häuslichen Geschäft: Denn wenn alle Socken nach Größen, Kennzeichen und individuellen Eigenarten sortiert sind, wenn jeder Strumpf seinen Partner hat und zum Knäuel gestülpt an seinem Platz auf den morgendlichen Griff in die Schublade wartet, wenn also alle Arbeit getan ist, sehe ich vor dem geistigen Auge den Fels wieder den Berg hinab und die nächste Socken-Lawine auf mich zurollen.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Sprichwörtlich dazugelernt: Von Burgen, Schlössern & anderen alten Häusern

Man denkt sich nicht viel dabei, Redewendungen und Sprichwörter sind Teil unserer Alltagskommunikation, niemand fragt sich, was eigentlich dahintersteckt. Höchstens wenn bei Günther Jauch ein intelligenter und wissensbestückter Mensch mit nichtdeutschem Erstspracherwerb an einer 100-Euro-Frage zu scheitern droht, erst dann sind wir zum Hinterfragen des für uns Alltäglichen bereit: „etwas auf die hohe Kante legen“, „auf den Hund kommen“ … woher kommt das noch einmal? Oft beantworten Führungen durch Burgen und Schlösser diese Fragen. Und es erstaunt mich immer wieder, dass nahezu jedes alte Gemäuer eine neue Redewendung entschlüsselt. Der hölzerne „Himmel“ über dem Bett diente eben nicht nur zur Abwehr sich herablassenden Ungeziefers, sondern auch als allabendliche Ablagemöglichkeit der Geldbörse. Und Truhen, die Vorläufer heutiger Schränke, waren zur Hochzeit mit Mitgift gefüllt bis zum Rand. Wenn der Vorrat zur Neige ging, kam am Grund der Truhe ein gemaltes oder im Relief herausgearbeitetes Motiv zum Vorschein ­­‑ meist ein Hund. Auf der Lauensteiner Mantelburg am nördlichsten Zipfel des bayerischen Staates lernte ich, woher „tief in der Kreide stehen“ kommt: Aufklappbare Schiefertafeln zeigten den Schuldenstand an, außen die niedrigen und mit jeder Tafel darunter die nächst höheren. Seit dem Besuch des westfälischen Mühlenmuseums in Münster weiß ich, dass die Köchin, die den Topf an der gezackten Aufhängung näher zum Feuer bringt, „einen Zahn oder Zacken zulegt“. Und „sich den Arsch abfrieren“? Die Führung durch Burg Stein im sächsischen Hartenstein machte mit Blick auf den über der „Schissgrube“ angebrachten Freisitz deutlich: Romane dürften früher nicht während des Klogangs gelesen worden sein. So ändern sich die Zeiten.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Hilfe, habe ich zu viele Schuhe?

Seit gestern bin ich mir sicher: Die Antwort auf obige Frage lautete NEIN! Ich habe definitiv nicht zu viele Schuhe ­­— selbst wenn manche Familienmitglieder das bisweilen behaupten. Im Fernsehen lief ein Bericht über Sneaker-Sammler. 300 Paar sind da keine Seltenheit. Die stehen im Regal, dürfen zum Teil überhaupt nicht getragen werden, weil der verhältnismäßig antike Kunststoff schon lange brüchig ist. Ganz davon abgesehen, dass die Schuhgrößen auch gar nicht immer zu den Sammlern und Sammlerinnen passen. Hauptsache, man (oder frau) ergattert ein limitiertes Weiß-nicht-was-Exemplar, ganz gleich in welcher Größe.

Wenn ich vor diesem Hintergrund meine eigene Sammlung betrachte, nimmt sie sich doch schön bescheiden aus. … und ausbaufähig! Längst nicht zu jeder meiner favorisierten Farbwelten habe ich den passenden Schuh, schon gar nicht, wenn man unterschiedliche Jahreszeiten berücksichtigt. Also werfe ich ein prüfenden Blick auf die aktuellen Qiéro!-Schuhe. Schuh Valeria find ich klasse: Herrenschuhe erobern die Damenwelt! Aber in Braun habe ich bereits einen ähnlichen. Nicht so schön wie dieser, aber ich habe ihn schon und damit gut. … Schwarz allerdings wäre eine zu überlegende Option … Auch die Immer-fitte-Füße-Pumps Patrizia haben es mir angetan. Und die schwarzen Pumps in meinem Schuhregal sind von — ach herrje, keine Ahnung, auf alle Fälle schon reichlich getragen und von den Spuren der Zeit angenagt. Zeit für ein Nachfolge-Modell! Bei längerer Betrachtung verliebe ich mich auch immer mehr in Stiefel Lucida. Klassisch schwarz oder lässig taupe? Elastischer Einsatz an der Wade klingt auf alle Fälle superbequem. Allein: Alle Stiefelhalter-Plätze im Keller sind besetzt. Vielleicht sollte ich doch auch ein weiteres Schuhregal besorgen? Nein, nicht „vielleicht“, sonder „ganz sicher“!

Bis Klick-mich-nächsten-Dienstag

Oda Gräbner von Qiéro!

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