Geldwäsche – meine Art, mit den Finanzen ins Reine zu kommen

Eines muss man den neuen Fünf-Euro-Scheinen lassen: Sie sind nicht nur extrem fälschungssicher (heißt es … ich habe diesbezüglich keine eigenen Erfahrungen, aber in der Zeitung stand es!), sie überstehen auch problemlos eine 40°C Wäsche im extralangen, weil energiesparenden Waschgang. Allerdings hatte ich Colorwaschmittel verwendet, was die erstaunlich gut erhaltene Farbe auf dem in der Jeans meiner Tochter verbliebenen Geldschein erklären mag. Ein wunderbar glänzendes Ergebnis erzielt man übrigens, wenn man Geldmünzen bei 60°C wäscht: Das blinkt einen so frisch und freundlich an, dass man das Kleingeld gleich noch etwas besser zu schätzen weiß.

Deutlich schlechtere beziehungsweise teurere Erfahrungen mit Geldwäsche hat Joe Cocker gemacht (dem hiermit herzlich nachträglich zum 70. Geburtstag gratuliert sei): Auch seine Mama hat seine Hose gewaschen, ohne die Taschen zu kontrollieren. Darin befand sich die komplette Gage einer Amerikatournee – und der Scheck über 100.000 Dollar war futsch. Auf der anderen Seite hat ihm das wahrscheinlich das Leben und uns etliche wunderbare Songs gerettet, denn damals in den 70ern hätte er das Geld wohl eins zu eins in Alkohol und weniger legale Drogen investiert.

Wollen wir trotzdem versuchen eine Lehre daraus zu ziehen? Unbedingt:

Die Moral von der Geschicht, wasche deine Hosen nicht.

Oder vielleicht doch besser: Saubere Hosen sind schon etwas Feines, aber mit Mitte 30 sollte man anfangen, seine dreckige Wäsche nicht mehr der Mama zu überlassen. In diesem Sinne: You Can Leave Your Hat On, Mister Cocker.

 

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Liebesbekenntnis zu einem Universal-Kleidungsstück: der Hüftschal

Es gibt tatsächlich etwas, das in meinem Schrank fast (aber auch nur fast) so häufig vorkommt wie die Strickjacke: Es ist der Hüftschal!

Ich trage ihn im Sommer und im Winter!

Ich trage ihn lang oder kurz!

Ich trage ihn drüber oder drunter!

Ich trage ihn des Tags oder des Nachts! (Ja, auch in der Nacht, ich gebe es zu, selbst wenn ich schon ein bisschen Spott von Qiéro!-Kolleginnen dafür geerntet habe. Aber die Damen leiden eben nicht an einer teils schmerzhaften Sensibilität des Iliosakralgelenks, die können gar nicht wissen, wie gut die schützende Wärme im Hüftbereich tut!) (Bei dieser Gelegenheit: Wahrscheinlich ist der Hüftschal auch gut gegen den Hüftschnupfen. Den hatte ich zwar noch nicht, aber ich wollte ihn mal erwähnt haben, da ich das Wort so wunderbar skurril-schön-klasse finde!)

Ich trage ihn oben oder unten: mal als Rock, mal über der Hüfte, mal als Top-Ersatz.

Ich trage ihn im Theater genauso wie bei Yoga oder beim Walken.

Und ich trage ihn in vielen unterschiedlichen Farben, jeweils passend zu meinem sonstigen Outfit (falls sichtbar) oder gänzlich farbunabhängig je nach momentaner Verfügbarkeit (falls unsichtbar). Zu unseren gestreiften Modellen, die kidneykaren exklusiv für Qiéro! fertigt, habe ich es noch nicht gebracht, das wird aber unweigerlich noch kommen … Gesichert habe ich mir stattdessen unser Patchwork-Modell und zwar in der Farbstellung rot/mandarine/fuchsia/pflaume: Das hat mit Drehen, Wenden und Umschlagen ja noch einige Einsatzmöglichkeiten mehr zu bieten!

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Haut uns das um?

P1050389Nein, das Foto zeigt keinen sonnenversengten Ackerboden: Stattdessen sind das Hautfalten, und zwar wunderschöne. Dass ich sie schön finde, mag zum einen daran liegen, dass ich sie nicht an meinem Körper entdeckt habe, sondern an einem elefantösen Dickhäuter. Zum anderen und ganz nahe betrachtet: Sieht dieses krustige Hautgebilde nicht aus wie ein Kunstwerk? Der Künstler schafft es, die schützende Funktion der Haut zu betonen, und doch meint man förmlich das Weiche zu spüren, das die unzähligen aneinander gereihten Wülste vermitteln. Die scharf eingezogenen Furchen und die wiederum mit einem Netz feiner Linien bedeckten Hügelketten bilden in ihrem Kontrast eine Textur, die von einzigartiger Schaffenskraft zeugt. Und – fragt sich die gebannte Betrachterin – steckt eine Botschaft in diesem Kunstwerk? Tatsächlich, fast schreit es uns entgegen: Falten und Fältchen sind ein Zeichen des Lebens und wir sollten sie würdevoll empfangen.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Ausflugstipp: Kulturspeicher in Würzburg

Rot-schwarze Kunst - passend zum Wendekleid Doppio!

Rot-schwarze Kunst – passend zum Wendekleid Doppio!

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Wo findet man Kunst, passend zur Qiéro!-Mode? Zum Beispiel im Kulturspeicher in Würzburg! Ein Themenschwerpunkt ist hier nämlich die Kunst der Moderne und Gegenwart und mit einigen Werken kann nicht nur unsere Schwarz-Weiß-Mode durchaus mithalten! Wem das für einen Besuch in Würzburg nicht ausreicht, dem sei versichert: Der Kulturspeicher ist aus vielerlei Gründen eine Reise wert!

Allein das Gebäude ist sensationell! Der ehemalige Getreidespeicher am alten Hafen von Würzburg wurde in 5-jähriger Arbeit zum Museum umgebaut: Steinfassaden, Fenster- und Torformen und vor allem die Holzstützenkonstruktion sind erhalten, Betonkuben wurden hineingestellt und bilden zwölf Ausstellungsräume auf drei Geschossebenen. Zu sehen gibt es hier neben der bereits erwähnten Konkreten Kunst die Städtische Sammlung mit regional verwurzelter Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts und dem Schwerpunkt deutscher Impressionisten.

 

Renée Sintenis mit Selbstporträt

Renée Sintenis mit Selbstporträt

Die aktuelle Wechselausstellung widmet sich dem Werk der Bildhauerin Renée Sintenis. So, wer bitte ist das? Nie gehört, dachte ich, kenn ich nicht, dachte ich. Und doch haben wir alle schon mindestens ein Werk von ihr gesehen: Die von 1888 bis 1965 lebende Künstlerin gestaltete die Siegestrophäe Goldener Bär, die jährlich bei den internationalen Filmfestspielen in Berlin verliehen wird! Bis 22. Juni zeigt der Kulturspeicher die umfassende Retrospektive von fast 200 Plastiken und einer Auswahl grafischer Blätter. Ihre Spezialität waren in Bronze und Silber gegossene Tierfiguren, beeindruckend sind aber auch ihre Porträts, ganz gleich ob die von Zeitgenossen (hier vor allem das zerfurchte Abbild vom verehrten Joachim Ringelnatz!) oder die Selbstporträts, die sie in allen Lebensabschnitten von sich gefertigt hat.

 

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Stadt, Land, Fluss

Bei der Reise durch Deutschland kommt man um ein Schmunzeln nicht herum: Eine Abfahrt der vielgenutzten A9 weist auf den Ort Lederhose hin (freilich ohne Laptop, liegt ja auch in Thüringen und nicht in Bayern …). An der A 24 liegt die Gemeinde Göttin, nicht in der Nähe von Himmelkron (noch eine Ausfahrt der A 9), sondern gleich neben Besenthal, damit der Himmlischen das Bodenständige erhalten bleibt.

Oft geht es tierisch zu in unseren Orten: Von Aalen über Bieberach, Ebersberg (in der Nähe von Straußdorf), Hahn, Heringsdorf, Katzen- und Schweinfurt bis Wolfenbüttel haben wir einen schönen Zoo beieinander. Oder soll es lieber international sein? Wie wäre es mit Grönland? Das gibt es gleich zweimal in Deutschland und zwar in der Gemeinde Sommerland (hier gleich angrenzend an Fegefeuer) und in der Thüringer Gemeinde Judenbach (Grönland scheint also eine Affinität zum Religiösen zu haben …). Wer ein wenig sucht, findet in Deutschland aber auch Ägypten (als Teil von Neuenkirchen in der Nähe von Osnabrück), Kalifornien (gut, der Strand in Schönberg/Schleswig-Holstein ist nicht so groß wie der amerikanische, aber an Schönheit steht er ihm in nichts nach!) und weil wir schon in Übersee sind: Texas, Kanada, Amerika und Kleinamerika gilt es auch hierzulande zu entdecken! Wem das zu viel des Reisens ist, der sucht Daheim und findet es in Lübeck, Ammersbek, Berlin oder Schwerin.

Hypochonder fühlen sich vielleicht wohl in Alzheim, Krankenhagen, Oedeme, Krätze, Warzen, Husten oder besser nur in Halbhusten (beides im Kreis Drolshagen bei Olpe zu finden).

Zu entdecken gibt es also allerhand auf unserer Deutschlandreise. Am allerliebsten bleibt mir aber natürlich ein Ort, der den überlebenswichtigen Humor unübertrefflich zum Ausdruck bringt: die Marktgemeinde Mitwitz ganz in meiner Nähe.

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Oda Gräbner von Qiéro!

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Ostergrüße

Hiermit gebe ich unumwunden zu: Dieses Jahr fiel meine Osterdekoration aus. Und das, obwohl der zeitliche Abstand zum riesengroßen Weihnachts-Dekorations-Rummel sogar länger war als in manch anderem Jahr. Aber wenn ich nun mal keine Lust hatte? Keine Lust, in die dunkle Dachkammer zu kriechen, um den Karton mit den Ostersachen rauszukramen. Keine Lust, schnell die Fenster noch einmal zu putzen, damit der Blick von den aufgehängten Eiern nicht doch auf die dreckgetönten Scheiben fällt. Keine Lust, Baumzweige zu schneiden und im Wohnzimmer aufzustellen, damit daran die selbstbemalten Eier tanzen können. Keine Lust, beim Kuchenbacken Eier mit hochrotem Kopf auszublasen, statt sie einfach am Schüsselrand anzuschlagen und den Inhalt in den Teig plumpsen zu lassen.

Und siehe da: Ostern kam trotzdem – wie in jedem Jahr. Und es wurde sogar ein bisschen entspannter als sonst.

 

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Oda Gräbner von Qiéro!

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